Baumökologie/Baumgesundheit
in Schwäbisch Hall und Umgebung
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In einer Zeit des Klimawandels geraten Lebensräume schnell aus ihrem ökologischen Gleichgewicht. Heilende Unterstützung wird deshalb immer notwendiger. Biologisch-dynamische Präparate sind Heilmittel für den ökologischen Organismus, wie es der Baum einer ist. Grundlage der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise ist das Werk von Dr. R. Steiner: „Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft".
Biologisch-dynamische Präparate wirken nicht nur düngend zum Aufbau des Pflanzenleibes, sondern sie spüren auch den feinen Prozessen im Kräftewirken aller Lebenszusammenhänge nach. Sie stellen im Boden eine Kräfteordnung her, die Stoffwechselprozesse nach sich ziehen. Für die im Präparat und im Boden enthaltenen Mikroorganismen bildet diese Kräfteordnung die Grundlage, sich in die Bodenschichten zu etablieren.
Die Bodenlockerung und Belüftung, unter Einsatz der Pressluftlanze, bei Gehölzen, die in verdichteten Böden wachsen müssen, ist eine echte Wohltat und Erste-Hilfe-Maßnahme. Idealerweise werden die bei der Bodenlockerung entstehenden Lanzenlöcher mit dem biologisch-dynamischen Boden-Vitalisierungs-Präparat verfüllt.
Links: vor der Behandlung · Rechts: nach der Behandlung
Mykorrhiza (Wurzelpilz) ist eine Lebensgemeinschaft von Bodenpilzen, die über das Wurzelwerk mit dem Baum in einer Symbiose leben. D.h. der Pilz besiedelt das Feinwurzelsystem des Baumes und versorgt ihn mit Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Wasser. Im Gegenzug erhält er Kohlehydrate aus der Photosynthese des Baumes. Die Eiche z.B. ist eine Baumart, die von ihren ganz spezifischen Mykorrhizen abhängig ist. Mit einem Substrat wie z.B. dem biologisch-dynamischen Boden-Vitalisierungs-Präparat oder aber mit Sand oder Blähton vermischt und ausgebracht, wird es zur Stärkung der Abwehrkräfte, Schadstoffminimierung, zum besseren Gedeihen eingesetzt. Eine Eisendüngung kann notwendig werden zur Heilung bei Eisenchlorose (auffallend hellgrüne bis gelbe Blätter). Gerade in kalkreichen Gegenden mangelt es dem Boden an Eisen und sollte bei manchen Pflanzenarten nachgedüngt werden. Das Substrat wird eingebracht über den Boden und/oder wenn notwendig über den biologisch-dynamischen Stammanstrich. Die Wirkung ist oft verblüffend. Eine zusätzliche Hilfe können homöopathische Präparate leisten z.B. bei Schäden im Wurzel- und Stammbereich, bei Stockungen durch Verpflanzungen (Umpflanzschock) und selbst bei starkem Rückschnitt der Krone u.ä.
Für alle Gehölze, wie Sträucher und Bäume, ist der biologisch-dynamische Stammanstrich ein wichtiges, vitalisierendes Präparat. Auf die Rinde und Borke von kranken und geschwächten Jung- und Altbäumen aufgetragen, wirkt er in der Regel schnell und effizient.
Der Chroma-Boden-Test (seit 1953) ist eine Methode, um die Bodenqualität im Bild sichtbar zu machen, zu bestimmen und zu bewerten. Das Bild (Chromatogramm), das sich bei der Analyse des Bodens ergibt, weist klare Unterschiede auf in der Farbe, den entstehenden Ringen und stachelähnlichen Formen. Diese stehen in einer direkten Beziehung zu den qualitativen und biologischen Werten des Bodens, wie: Bodenverdichtung, Bodendurchlüftung, Mangelerscheinungen (organisches Material), zu viel Mineralstoff-/Salzeintrag, unzureichende Stoffwechselprozesse durch fehlende oder gestockte Tätigkeiten der Mikroorganismen usw. Anhand dieser Boden-Analyse besteht die Möglichkeit, zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen.
Die biologisch-dynamischen Spritzpräparate, die in der Baumpflege Anwendung finden, reichen vom Fladenpräparat, über das Hornmist- und Hornkieselpräparat, bis schließlich zum Baldrianpräparat. Zu dieser Reihe möchte ich die, zwar nicht biologisch-dynamische weil phytotherapeutische, dennoch aber nicht minder wichtige, Ackerschachtelhalm-Anwendung hinzufügen.
Auf die Rinde von Gehölzen und auf den Boden aufgebracht, fördert es die Stoffwechselprozesse und feinstoffliche Lebensprozesse. Es wirkt wie eine Art Verdauungshilfe und Aktivator für alle im Boden tätigen Mikroorganismen.
Wirkt über den Boden, das Wurzelsystem sowie den Rinden- und Blattbereich stärkend auf das Gehölz. Ausgebracht auf Boden, Stamm und Baumkrone, wirkt es ausgleichend auf das Wasserhaltevermögen und fördert nachweislich die Taubildung.
Kommt zum Einsatz, wenn Wärmeprozesse in und um die Pflanze unterstützt werden sollen — sei es zur Ausbildung der Blüte (Blühwilligkeit) oder als Kälteschutz vor Nachtfrösten (Wärmehülle).
Der hohe Kieselanteil des Präparats bewirkt in Blatt und grüner Rinde eine Oberhaut-Aushärtung, die den Befall beisender und saugender Insekten verhindern kann. Dies ist zwar eine phytotherapeutische Maßnahme und nicht biologisch-dynamisch, deshalb aber nicht minder wichtig und wirkungsvoll!
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